Vorsicht vor Doppellizenzierung

Juni 2, 2021

von

Peter Rattey

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SAPLicensing

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SAPAudit

Ein unbemerktes, aber gar nicht so seltenes Thema sind Mehrfachlizenzierungen im SAP System.

Wer kennt die Situation nicht, dass plötzlich das LAW-Ergebnis bestimmte Lizenzen nicht zusammenführt und das Unternehmen mit dem Problem konfrontiert ist, hier Compliance herzustellen, was oft ins Geld geht.

Das klingt etwas provokativ, ist aber gar nicht so abwegig und schleicht sich sehr schnell in die Lizenzierung ein, ohne dass man es überhaupt merkt. Ein wirklich heikles Thema und ein Dauerbrenner ist die nicht enden wollende Diskussion, welche Lizenzen in welchen enthalten sind.

Ein Professional, egal wann er erworben wurde, hat eine Employee-Lizenz mit drin. Das ist noch relativ einfach.

Aber hat auch ein Limited Professional, der ja nur noch unter bestimmten Umständen gekauft werden kann, eine Worker-Lizenz inkludiert? Und wie verhalten sich Logistik-Lizenzen zu einer Worker-Lizenz?

Klar beschrieben ist, eine Developer-Lizenz enthält keine Professional-Lizenz.

Die Verwirrung ist somit perfekt und es gehört schon eine Portion Wissen in dieser Materie dazu, um hier halbwegs kostengünstig Lizenzen zu vergeben.

Wir kennen dieses Problem schon seit Jahren und haben diesen komplizierten Fakt als Kombinations-Lizenzen schon lange in unserer samQ Software implementiert. Damit wird an dieser Stelle Compliance hergestellt und bei der Validierung mit der LAW tauchen keine bösen Überraschungen auf. Wichtig ist es dabei, die kostenoptimierte Variante zu finden, was mit samQ ohne zusätzlichen Aufwand automatisch möglich ist.

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Versucht man es manuell, wird man womöglich mit folgenden Problemen konfrontiert:

Versucht man es manuell, wird man womöglich mit folgenden Problemen konfrontiert.

Nach der SAP Preis- und Konditionsliste kann LAW, einem Professional mit einer Worker-Lizenz inkludieren und beim nächsten Kunden weist die LAW dafür plötzlich zwei Lizenzen aus.

Wie kann das sein?

Eigentlich ist es ganz einfach. Die Frage hierbei ist, wann die Professional-Lizenzen gekauft wurden und welcher Lizenzkey (52, AX, CB) bei der Lizenzvergabe genutzt wird.

Wird die 52 (mySAP Professional) genutzt, dann wird FX (Worker) als darin enthalten erkannt und der Nutzer braucht nur eine Lizenz (52).

Bei vielen Unternehmen wird der Professional aber noch unter AX (mySAP ERP Professional) geführt. In diesem Fall wird FX (Worker) nicht berücksichtigt und die Person bekommt von der LAW zwei Lizenzen zugeordnet.

Ist soweit verständlich oder? Nein, natürlich nicht und unendlich komplex.

Von diesen Beispielen gibt es viele und oft führen Unternehmen Lizenzmengen, die sie eigentlich gar nicht benötigen.

Um diesen Umstand zu beseitigen kann viel Arbeit auf die Unternehmen zukommen, es sei denn man nutzt entsprechende Software, die diese Problematik automatisch löst.

Um diesen Umstand zu beseitigen kann viel Arbeit auf die Unternehmen zukommen, es sei denn man nutzt entsprechende Software, die diese Problematik automatisch löst.

In allen anderen Fällen kann man einer Doppel-Lizenzierung entgehen, wenn man den unterschiedlichen Systemen die höchste gemeinsame Lizenz verteilt, was relativ umständlich ist, da die Lizenzkeys oft mit den Berechtigungen zusammenhängen und dadurch vergeben werden.

Also wer bekommt jetzt in dem einen System einen Worker zu 600€ Listenpreis und wer einen Professional zu 3.200€? Dieser User kann eventuell auch in einem anderen SAP-System arbeiten und dort Professional arbeiten durchführen.

Vergibt man pauschal den Professional kann ein Worker mit 2.600€ überbezahlt sein. Mit der Maintenance von sagen wir mal 22% bezahlt das Unternehmen somit jedes Jahr 572€ zu viel.

Gebe ich ihm einen Worker im ersten SAP-System und im anderen ein Professional, ist die Möglichkeit groß, dass die Worker-Lizenz von der LAW extra gezählt wird. In diesem Fall bezahlt das Unternehmen 600€ zu viel und mit dem selben Maintenance-Satz von 22% jedes Jahr 132€ drauf.

Sicher habe ich mit dem Thema gerade für viel Verwirrung gesorgt, aber die Sachlage ist nun mal sehr kompliziert. In diesem Detail steckt ein riesiges Optimierungspotential, aber auch echte Gefahren für die Compliance. Also sollte man das Thema nicht aus den Augen verlieren und es am besten automatisch lösen lassen, denn es ist ja nicht das einzige Risiko, welches in der Lizenzthematik lauert.

ÜBER DEN AUTOR

Peter Rattey

Peter Rattey ist der Gründer von VOQUZ Labs. Er hat samQ erfunden und ist immer noch intensiv an der Weiterentwicklung von samQ beteiligt. Peter ist einer unserer erfahrensten Berater.

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